29/06/2026
Hier kommen jetzt auch viele Detailfotos und Infos zum leistungsgesteigerten T2b Schiebedachbus, den wir in den letzten Monaten wegen anderer Projekte etwas vernachlässigt haben, in der letzten Woche aber endlich fertigstellen konnten. Und so steht dieser Bulli jetzt zulassungsbereit, inklusive neuem TÜV und H-Kennzeichen, zum Verkauf 💛🧡.
Wir konnten ihn im letzten Jahr von Victor aus Santa Barbara in Kalifornien kaufen. Victor hatte ihn bereits vor 41 Jahren aus erstem Besitz erworben. Den offiziellen Beweis dazu liefert der originale alte „pink slip“, ein kleines pinkfarbenes Zulassungsdokument, das es, ähnlich wie den alten Fahrzeugbrief in Deutschland, seit Jahrzehnten nicht mehr gibt. Es sei denn, der Wagen wurde nie abgemeldet. Und so war es auch bei diesem T2. Selbst die ersten Nummernschilder, die originalen „california blue plates“, die es so nur bis Anfang der 80er-Jahre gab, sind bis heute am Wagen.
Der Erstbesitzer bestellte ihn bei seinem VW-Händler in der seltenen und sehr schönen Farbkombination Panamabraun / Dakotabeige. Zusätzlich zur Zweifarbenlackierung gab es für die Luxusversion des 7-Sitzers die grün getönte Wärmeschutzverglasung mit Ausstellfenstern vorne, Schiebefenstern in der Mitte sowie Chromleisten in den Dichtungsgummis. Außerdem wurde hier das VW-Zeichen auf der Front in Chrom und die Stoßstangen nicht wie üblich in Weiß, sondern im passenden Dakotabeige mit Prallleiste ausgeführt. Und nicht zu vergessen, das mittlerweile sehr selten zu findende, große Stahlschiebedach.
So wurde der Wagen im Juni 1978 im VW-Werk in Hannover gebaut und als Neuwagen nach Kalifornien verschifft. Im Jahr 1984, also sechs Jahre später, kaufte Victor den Bus als „jungen Gebrauchten“ vom ersten Besitzer. Über all die Jahre wurde der Wagen immer nur als Drittfahrzeug für Familienausflüge genutzt. Um an sonntäglichen Ausflügen in die nahen Santa Ynez Mountains mehr Leistung zu haben, ließ Victor den originalen 2,0 Liter Typ4 Motor bereits 1991 auf 2,2 Liter Hubraum, mit Porsche-914-Zylinderköpfen, zusätzlichem Ölkühler und externem Ölfilter, umbauen. Das Getriebe ließ er gleichzeitig auf ein sogenanntes „Freeway Flyer“, also auf einen längeren vierten Gang, ändern. So war es möglich, bei längeren Fahrten mit niedrigerer Drehzahl cruisen zu können, was durch die Leistungssteigerung problemlos möglich war. Zusatzinstrumente um das Wohlbefinden des Motors im Auge zu behalten sind ebenfalls an Bord. Für eine bessere Straßenlage bekam das Fahrwerk vorne sowie hinten einen stärkeren Stabilisator. Alleine diese Umbauten haben 6.500 Dollar gekostet, was in den USA 1991 dem Gegenwert eines neuen VW Golf entsprach. Die Rechnungen sind bis heute vorhanden. Und so war der Bulli über Jahrzehnte das Familienmitglied in Victors Familie.
Nach 47 Jahren in den USA ging es für den Wagen dann zurück nach Deutschland. Wir haben ihn durchgesehen, für den TÜV einige Verschleißteile an Bremse und Fahrwerk erneuert sowie eine Inspektion am Motor durchgeführt. Die Chromleisten in den Scheibengummis waren durch die kalifornische Sonne verfärbt und wurden gegen neue ersetzt, der Lack poliert und versiegelt. Die Innenausstattung haben wir ebenfalls gereinigt und die von Victor eingebauten vorderen Sportsitze wieder gegen Originalteile ausgetauscht. Und natürlich musste hier auch ein Gepäckträger im klassischen Holzleisten-Design aufs Dach. Und so braucht man diesen Bulli jetzt nur noch anzumelden, das Schiebedach aufzukurbeln und in den Sommer starten ☀️. Eine Besichtigung bei uns in Hückelhoven ist nach Terminabsprache jederzeit gerne möglich.
Preis: 29.700 Euro (inkl. 7 % MwSt. ausweisbar)