25/10/2026
„Wofür habe ich eigentlich einen Vorarbeiter eingestellt, wenn ihr ständig mich fragt?“
Vielleicht, weil du deinem Team nie richtig erklärt hast, wofür er zuständig ist.
Du stellst eine Führungskraft ein. Endlich Unterstützung. Jemand, der Fragen beantwortet, Entscheidungen trifft und dir im Tagesgeschäft den Rücken freihält.
Für dich ist die Sache klar.
Aber ist sie das für dein Team auch?
Jahrelang warst du der Ansprechpartner. Bei Problemen, Rückfragen und Entscheidungen kamen alle zu dir.
Jetzt ist jemand Neues da. Du kennst die Aufgaben dieser Person. Deine Mitarbeiter vielleicht nur den Namen.
Hast du konkret erklärt:
👉 Bei welchen Themen wenden sie sich an die neue Führungskraft?
👉 Was darf diese Person selbst entscheiden?
👉 Welche Fragen gehören weiterhin zu dir?
Oder hast du sie kurz vorgestellt und gedacht: „Das ergibt sich schon“?
Dann läuft der Alltag weiter wie bisher. Die Fragen landen bei dir. Du wirst ungeduldig. Bis irgendwann der Satz fällt:
„Warum kommt ihr damit schon wieder zu mir?“
Weil du eine Zuständigkeit im Kopf verteilt hast, die im Team noch gar nicht angekommen ist.
Wenn du Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnisse nicht klar kommuniziert hast, liegt es an dir, das nachzuholen. Deinem Team dafür Vorwürfe zu machen, löst das Problem nicht.
Und auch dein eigenes Verhalten zählt: Wenn du weiterhin jede Frage sofort selbst beantwortest, statt auf den vereinbarten Ansprechpartner zu verweisen, bleibt der alte Weg bestehen.
Ob Vorarbeiter im Bau, Meister in der Werkstatt oder Teamleitung im Büro: Eine neue Führungskraft braucht klar erklärte Aufgaben, Entscheidungsbefugnisse und deinen sichtbaren Rückhalt.
Du hast jemanden eingestellt. Hast du auch Verantwortung übergeben?
Das Foto zeigt mich mit unserem Führungsteam nach einer Messe: Felix, Betriebsleiter der Mink Werbetechnik, Steffen technischer Betriebsleiter Mink-Brinkum, und Tim, Geschäftsführer gesamte Mink-Gruppe und Leitung Mink-Gr.Mackenstedt.
Auch im eigenen Betrieb ist es unsere Aufgabe, Zuständigkeiten klar zu kommunizieren und unsere Führungskräfte im Alltag zu stärken. Eine Position zu besetzen ist der Anfang. Verantwortung zu übergeben und den nötigen Rückhalt zu geben, gehört genauso dazu.