04/06/2026
Die 1930er-Jahre waren für Heinrich Bibbig eine prägende Zeit – fachlich wie menschlich.
Am 01.04.1930 ließ er sich als Kraftfahrzeugmechaniker in die Handwerksrolle eintragen, am 06.11.1935 erhielt er seine Handwerkskarte. Für einen Schmiedemeister war das ein wichtiger Schritt. Damit war offiziell festgehalten, was bei Bibbig längst zum Alltag gehörte: Schmiede, Reparaturen und moderne Fahrzeugtechnik gingen hier Hand in Hand. 🔧🚗
Doch die Geschichte dieser Jahre besteht nicht nur aus handwerklichen Entwicklungen. Aus späteren Unterlagen geht hervor, dass Heinrich Bibbig weiterhin Geschäftsbeziehungen zu jüdischen Unternehmen pflegte und jüdischen Mitbürgern half, wenn sie Unterstützung brauchten. So reparierte er beispielsweise Fahrräder und Motorräder, teils auch ohne Bezahlung. 🚲🛵
In einer Zeit, in der Ausgrenzung und Druck immer stärker wurden, war das keine Selbstverständlichkeit. Es zeigt eine Seite von Heinrich Bibbig, die ebenso zu unserer Geschichte gehört: Menschlichkeit, wo andere wegsahen. 🫱🏻🫲🏼
Was damals sichtbar wurde, prägt unsere Werte bis heute: Menschlichkeit, Zusammenhalt und faire Chancen. 🤗
Über diese bewegende Zeit und die Geschichten dahinter erzählen wir euch bald noch mehr. 🤩
📸 Geschichtskreis Vellmar, Verwendung mit freundlicher Genehmigung. Für die Jubiläumsreihe grafisch gestaltet.