10/03/2026
Nebenstory (Teil 2/2):
Während dieses gesamten Marktaufenthalts waren die Handys entweder im Auto oder tief in der Tasche. Als wir mit dem Essen fertig waren, gingen wir auf die andere Straßenseite zu einer Bar. Es lief laute Musik, es wurde getanzt, es wurde getrunken – und wir waren unweigerlich die Stars der Party, denn wir waren die einzigen Weißen dort. Uns wurde sogar gesagt, dass manche Menschen dort noch nie einen Weißen gesehen hätten. Wir tranken unser Bier und wurden von allen Seiten beäugt. Von dort aus stiegen wir wieder ins Auto und fuhren in die City, um dort in einer Bar etwas zu trinken und seine Freunde Bella und Happy kennenzulernen. Danach ging es wieder zurück in die Townships, wo Uushona noch einen kurzen Stopp bei seiner (Ex-)Freundin einlegte. Er witzelte: „Jetzt bin ich cool, ich habe drei weiße Freunde.“ Spoiler: Der Beziehungsstatus blieb negativ. Anschließend lernten wir seinen Kumpel Darry kennen. Mit ihm tranken wir ein Bier in einer Township-Bar – und führten dabei das philosophischste Gespräch unserer gesamten Reise. Es ging um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Namibia und darum, wie man diese in Zukunft weiter ausbauen und respektvoll gestalten könnte. Danach fuhren wir zurück in die City und erlebten einen wirklich beeindruckenden Sonnenuntergang. In einer ordentlichen Bar mit DJ, gutem Essen (inklusive Shrimp-Fütterung) und einem spontanen Tanztraining verbrachten wir mit unseren neuen Freunden einen großartigen Abend. Von dort aus gingen wir zu Fuß weiter zu einer weiteren Bar – ein ziemlich langer Fußmarsch im Dunkeln durch eher ungünstige Straßen. Dank den Anderen gab es keine Probleme. Da die Bar geschlossen war, verabschiedeten wir uns, nahmen ein Jango (namibisches Uber) und fuhren zurück nach Hause. Dort fielen wir platt ins Bett, obwohl nicht ans Schlafen zu denken war. Der Abend hatte so viele verrückte, neue, interessante und aufregende Situationen, dass wir noch lange damit beschäftigt waren, alles zu verarbeiten.